Aktuelles

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11. Oktober 2023: Die Welt: Wenn Boddiens „Extrablatt“ kam, flossen die Spenden

Vor 25 Jahren erschien erstmals die Hauszeitung des Fördervereins Berliner Schloss. Jetzt wurde die 100. Ausgabe ausgeliefert und eine Gesamtauflage von 4,7 Millionen erreicht. Mit dem „Extrablatt“ hat Wilhelm von Boddien Geschichte geschrieben.
 
Der große Schweizer Kunsthistoriker Jacob Burckhardt (1818-1897) hat sich selbst als „Erzdilettant“ bezeichnet – und folgende Empfehlung formuliert: „Bleiben Sie dilettantisch! Wenn man selber Freude an einem Gegenstand hat, so kann man auch Freude bei anderen erregen, und das ist mehr wert als das sogenannte freudlose wissenschaftliche Arbeiten, das in hübschem Materialsammeln jedes Gefühl abstumpft und von diesem unglücklichen Standpunkt aus allen Genuss für dilettantisch erklärt.“
 

Das Zitat von Jacob Burckhardt klingt, als habe er über Wilhelm von Boddien gesprochen – und ihm all jene Kunsthistoriker gegenübergestellt, die der Öffentlichkeit seit den Anfängen der Debatte über den Wiederaufbau des Berliner Schlosses erklärt hatten, dass dieser unmöglich sei.......Den vollständigen Text der Veröffentlichung können Sie durch Anklicken des nachfolgenden Links aufrufen (20231012). Bitte hier anklicken.

Die Fördergemeinschaft Bauwesen ist die neue Kooperationpartnerin für die Errichtungssrtiftung Bauakademie

Die Fördergemeinschaft Bauwesen die Trägerin der Errichtungsstiftung Bauakademie und jetzt auch Kooperationspartnerin ist (,https://www.foerdergemeinschaft-bauwesen.de/partner ) hat der Errichtungsstiftung Bauakademie angeboten, auf dern Bauherrentag Ende November dieses Jahres vertreten zu sein. Das Angebot wurde gern angenommen.

3. September 2023 A) Auftaktsitzung des Stiftungsrates der Bundesatiftung Bauakademie / B) Rekonstruktionsdoppelbeschluss des Senats von Berlin

Am 3. September 2023 traf sich der Beirat der Bundesstiftung Bauakademie (BSBA) zu seiner Auftaktsitzung. Der neu berufene Beirat  soll die Bundesstiftung Bauakademie beraten und unterstützen sowie bei der programmatischen Ausrichtung mitwirken. https://bundesstiftung-bauakademie.de/stiftung/gremien

Leider scheinen in dem 20-köpfigen Gremium keine Vertreterinnen / keine Vertreter der  bis­herigen Bauakademieinitiativen vertreten zu sein wie es mit dem früheren BMUB, dem BMI und der ehemaligen stell­vertretenden Direktorin der BSBA besprochen worden war. Es ist nicht bekannt, warum davon abgewichen wurde.

Hinsichtlich der Vorbereitungsgespräche zur Auslobung des Realisierungswettbewerbs, der angabegemäß im 3. Quar­tal dieses Jahres starten soll, ist bisher wenig bekannt geworden. Der Tagesspiegel schrieb allerdings am 5. April zu dem „Rekonstruktionsdoppelbeschluß“ des Koalitionsvertrags, „daß sich die BSBA nicht zur historischen Fassade zwingen lassen würde; und daß sie andere Prioritäten fordere“. Da stellt sich doch die Frage, aus welchem Grunde die Bundesstiftung Bauakademie die Bundestagsbeschlüsse, zur „Wiedererrichtung  des Gebäudes der Bau­akademie“, wie es auch im Bundeshaushalt verankert und wofür sieh seit 3 Jahrzehnten sowohl verschiedene Se­nats­verwaltungen wie auch diverse private Initiativen, zu den auch die Errichtungsstiftung Bauakademie gehört, einsetzen, anders inter­pretiert und zu umgehen versucht.

Zwei Rechtsgutachten kommen zu dem Ergebnis, daß die Bundesstiftung Bauakademie verpflichtet ist, die Rekon­struk­tion des Gebäudes der Schinkelschen Bauakademie verpflichtet sei, und die FAZ titelte im Oktober vergangenen Jah­res nach der Bekanntgabe der Ergebnisse des „Thinktanks Wettbewerb“, daß die BSBA ihren Auftrag mißverstanden  hätte.

In dieser verfahrenen Situation ist leider niemand in Sicht, der den "Gordischen Knoten" durchschlägt. und den Weg zur Rekonstruktion weist.

29. Juni 2023: Stellungnahme zur Eintragung in der Homepage der Bundesstiftung Bauakademie vs. "Thinktank Wettbewerb"

Stellungnahme zum Text in der Homepage der Bundesstiftung Bauakademie (erster Absatz: https://www.bundesstiftung-bauakademie.de)
:

"Die Bauakademie wird das Gebäude der zerstörten Schinkelschen Bauakademie neu errichten. Der visionäre Geist Karl Friedrich Schinkels, der mit diesem Bauwerk den Weg in die Moderne wies, wird in Berlins historischer Mitte wieder erstehen." Ergänzend wird die neu gemauerte Nord-Ost-Ecke der Bauakademie gezeigt.

 

Aus Beidem kann nur abgelesen werden, dass eine Rekonstruktion der Bauakademie vorgesehen ist. Aber dem ist nicht so. Man plant dort eher ein modernes Zukunftsgebäude, das Klima-neutral unter Berücksichtigung des 1,5-Gradziels mit Recyclingmaterial errichtet werden soll. Dabei wird verkannt, dass das Baumaterial Backstein alle diese Ziele erfüllt. Im Haushaltsplan sind Mittel für "die Wiedererrichtung des Gebäudes der Bauakademie, Berlin" berücksichtigt. Allein das Wort "wieder" bedeutet, "so, wie es war". Und das ist doch deutlich.

 

Auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, dass zwei Drittel (der Befragten) eine Rekonstruktion des Gebäudes der Bauakademie fordern und auch davon ausgehen, dass dies Teil des kommenden Realisierungswettbewerbs sein muss. Hinzu kommen die Rekonstruktionsvorgaben des aktuellen Berliner Koalitionsvertrags.

 

Auch 2 Rechtsgutachten betätigen die Verpflichtung zur Rekonstruktion. Da stellt sich die Frage, aus welchem Grund die vielfältigen Forderungen auch der Stadtgesellschaft missachtet werden und eher einer Minderheitsmeinung zum Durchbruch verholfen werden soll, die auch der Beschlusslage widerspricht? Es scheint ein allgemeiner Zeitgeist zu sein, dem jedoch etwas entgegengesetzt werden muss, In abgewandelter Form gilt die 2000 Jahre alte Forderung Catos. Das Gebäude der Bauakademie muss wiedererrichtet werden (siehe Text m Bundeshaushalt).

3. Februar 2023 Jahrestag: 3. Februar 1945 Bombardierung im Zweiten Weltkrieg - Wiedereröffnung?

Kriegsbeschädigte Bauakademie, Foto: Dr. Helmut Maier (1950er Jahre)

 

Ziel muss es sein, alle Kräfte zu bündeln, um ehestmöglich mit der Wiedererrichtung des Gebäudes der Bauakademie im Wege der Rekonstruktion zu beginnen, damit einerseits die Schinkelsche Kupfergrabenlandschaft wieder vollendet wird, und anderseits die dringend erforderliche Institution Bauakademie in dem Gebäude ihre Arbeit als Plattform und Autorität zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Wertschöpfungskette Bauen aufnehmen kann. Eine Kurzinformation können Sie durch Anklicken des nachstehenden Links aufrufen. Bitte hier anklicken
(P pdf 1001 oL Erg 3)

Siehe auch Artikel von Julius Posener vom 9.7.1993 - bitte hier anklicken: Pa1 pdf 997Erg -

Proteste gegen den Abbruch der Bauakademie im Jahr 1962

 

Der Beschluß zum Abbruch hatte national in Ost- und Westdeutschland wie auch international zu zahlreichen Protesten geführt (siehe auch "Aufruf zur Rettung der Bauakademie" von Dr. Goerd Peschken (Professor für Bau­geschichte i. R.)  -  Homepage des Förder­vereins Bauakademie / Seite Veröffentlichungen - ).

Position bezog auch Paul Ortwin Rave. Ferner hatte sich in einem Brief an Otto Nagel, dem Präsidenten der Akademie der Künste der DDR (Berlin) auch Max Taut für den Erhalt der Bauakademie eingesetzt: Er schrieb: „Wir sind der Ansicht, daß dieses baugeschichtlich so hochinteressante und unersetzliche Ge­bäu­de in seiner äußeren Form unbedingt erhalten bleiben müßte, da es ein Alterswerk von Schinkel ist und über­raschenderweise eine Abkehr vom Neoklassizismus bedeutet und in seiner großartigen Einfach­heit wegweisend unsere heutige Entwicklung vorausgeahnt hat. Es scheint mir außerdem sehr reizvoll, diesen Außenbau mit einem den heutigen Bedürfnissen und Erkenntnissen entsprechenden zeitgenössischen In­nen­gehäuse zu versehen.“ (Im 2. Absatz Verwendung von Texten „Die Bauakademie: Das Ende – und ein Neubeginn? – Anderes Berlin“).

Vorstehende Position vertritt  der Förderverein Bauakademie seit seiner Gründung im Jahr 1994.

Die Datei P pdf 906 können Sie durch Anklicken dieser Zeile aufrufen.